„Finsternis, Zähne, ein tiefes Zischen und das Klicken scharfer Klauen“

Das Alien Franchise ist diesen Mai um einen Film reicher geworden. „Alien: Covenant“ ist der Nachfolger von „Prometheus: Dunkle Zeichen“ und behandelt auch wieder die Zeitspanne vor Ellen Ripley.
Auch bei den gedruckten Werken sind im Jahr 2014 drei komplett neue Bücher erschienen, deren Handlung abseits der Filme liegen.
„Alien – In den Schatten“
„Alien – Jenseits der Sterne“
und
„Alien – Der verlorene Planet“
sind nun Bestandteil des Universums rund um das skrupellose Unternehmen Weyland(-Yutani) und der Xenomorphs. Allen Ripley und ihre Nachfahren haben ordentlich zu kämpfen, um ihre geliebten Mitmenschen und sich selbst zu retten. Ob ihnen das auch immer gelingt?

Eckdaten

  • Titel: „Alien – In den Schatten“
  • Autor: Tim Lebbon
  • Verlag: Heyne Verlag
  • deutsche Erstausgabe aus 12/2014
  • ISBN: 978-3-453-31561-7
  • Preis: 8,99€

„Irgendetwas kam aus seiner Brust, kroch daraus hervor.“

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„Alien – In den Schatten“ von Tim Lebbon ist siebenunddreißig Jahre nach dem Film „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ einzuordnen. Hauptperson ist, neben der Crew des beschädigten Raumschiffes MARION, Ellen Ripley. Sie strandet in der Rettungskapsel NARCISSUS, bedingt durch einen Kurswechsel, auf der MARION und befindet sich prompt in einem erneuten Kampf um Leben und Tod gegen die Außerirdischen.

Auf dem Planeten LV-178 baut der Konzern Weyland-Yutani das wertvolle Metall Trimonit ab. Bei den Bergbauarbeiten stoßen Arbeiter auf ein scheinbar verlassenes Raumschiff unbekannter Herkunft. Die menschliche Neugier treibt sie natürlich hinein und bei dem Versuch auf die MARION zu fliehen gelangen Xenomorphs auf die Landefähren. Die Crew riegelt daraufhin das komplette Raumschiff ab. Da die MARION beim Aufprall der beiden Landefähren jedoch schwer beschädigt wurde muss die Crew nach LV-178, um geeignete Baustoffe zu organisieren. So nimmt das Schicksal seinen Lauf und Ripley hat allerhand zu tun, um erneut zu überleben.

Was der Android Ash mit der ganzen Sache zu tun hat und wer am Ende überlebt müsst ihr selbst herausfinden.

Der Roman ist einfach und flüssig geschrieben, lässt sich sehr schnell lesen und erfordert nur bedingtes Vorwissen. Wer die Filme (und sei es nur der erste) kennt wird auf jeden Fall auf seine Kosten kommen und sehr viele Details wiederfinden, die liebevoll hineingearbeitet worden sind. Die Charaktere haben Seele und man findet auch sehr schnell seinen Liebling. Definitiv lohnenswert für alle Alien-Fans.


 

Eckdaten

  • Titel: „Alien – Jenseits der Schatten“
  • Autor: James A. Moore
  • Verlag: Heyne Verlag
  • deutsche Erstausgabe aus 10/2015
  • ISBN: 978-3-453-31616-4
  • Preis: 8,99€

„Leider konnte er sie schlecht bitten, etwas weniger Angst zu haben“

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„Alien – Jenseits der Schatten“ von James A. Moore spielt dreihundert Jahre nach den Ereignisse auf LV-426 und der NOSTROMO und damit auch erst nach dem vierten Film „Alien – Die Wiedergeburt“. Ellen Ripleys Nachfahre Alan Decker arbeitet für Weyland-Yutani und hat – wie hm später bewusst wird – eine empathische Verbindung zu den Xenomorphs. Diese spüren in ihm den Nachfahre der „Zerstörerin“ Ellen Ripley und wollen dessen Tod.

Die Handlung spielt sich auf New Galveston ab, der sich als mittlerweile besiedelter Planet LV-178 entpuppt. Alan Decker wird von Weyland-Yutani benutzt um die Aliens und die Artefakte aus dem abgestürzten Raumschiff zu bergen, das bereits in Lebbons Alien-Buch Thema war. Dieses Mal verfolgen wir aber keine Schiffscrew, sondern ehemalige Colonal Marines und Söldner bei ihrem Kampf gegen die Xenomorphs. Auch der Konzern rückt wieder mehr in den Vordergrund und fällt abermals durch die Bemerkung „die Crew ist entbehrlich“ auf. Überhaupt hat die Handlung relativ viel Ähnlichkeit mit den ersten beiden Alien-Filmen.

Der zweite Roman hat mir gut gefallen. Man erfährt recht viel neues zur Geschichte von Weyland-Yutani und deren Machenschaften. Auch die Charaktere haben Sinn und Verstand, aber weniger Geschichte, als in Lebbons Buch. Die Handlungsorte springen von Kapitel zu Kapitel, was den Lesefluss ein wenig stört und ab und an hatte ich meine Schwierigkeiten mich zu erinnern, was mit der Person vorher passiert war, wenn nach etwa zehn Kapitel wieder zu ihr gesprungen wird. Für Alien-Fans dennoch auf jeden Fall empfehlenswert und interessant.


 

Eckdaten

  • Titel: „Alien – Der verlorene Planet“
  • Autor: Christopher Golden
  • Verlag: Heyne Verlag
  • deutsche Erstausgabe von 04/2016
  • ISBN: 978-3-453-31617-1
  • Preis: 8,99€

„Eines Tages würde er auf etwas Beeindruckendes Stoßen“

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„Alien – Der verlorene Planet“ von Christopher Golden spielt direkt vor dem zweiten Alien-Film „Aliens – Die Rückkehr“. Wir lernen Ellen Ripleys Enkelin und deren Familie kennen, die mit anderen Kolonisten auf LV-426, jetzt Acheron, lebt und arbeitet. In Einzelkapiteln haben wir auch Szenen aus dem zweiten Film, in denen Ellen Ripley von dem Weyland-Mitarbeiter Burke befragt wird.

Annie Jorden, Ripleys Enkelin, lebt und arbeitet ziemlich friedlich mit ihrem Mann auf Acheron, bis eines Tages ihr Verflossener als neuer Kommandant dort auftaucht. Zeitgleich bekommen sie von Weyland-Yutani den Auftrag einem Signal nachzugehen, das sie direkt zu genau dem Raumschiff führt, das wir schon aus dem ersten Film kennen. Wie es kommen muss werden zahlreiche Menschen von Facehuggern angegriffen und es dauert nicht lange bis Xenomorphs die ganze Kolonie unsicher machen. Wir haben hier also die Vorgeschichte zum zweiten Film und erfahren, wieso Rebecca alleine dort ist und was mit der ganzen Anlage passiert ist.

Der Roman ist überaus gelungen, obwohl man an vielen Stellen eher das Gefühl hat eine Liebesgeschichte zu lesen. Auch braucht die Spannung etwas bis sie sich wirklich aufgebaut hat und erst zur Mitte des Buches kommen wir mit den Aliens in Kontakt. Aber wir bekommen einen erneut detaillierten Einblick in den Weyland-Yutani Konzern und lernen auch mehr über die Colonial Marines kennen. Als Vorgeschichte zum zweiten Film ist der Roman absolut plausibel und liefert sehr gutes Grundwissen, um im Alien-Franchise zurechtzufinden. Definitiv empfehlenswert.

 

Herr Voland

„Jetzt mal ehrlich: Was weißt du wirklich über diese Insel, Chef?“

Ich muss gestehen, dass ich bisher dachte zu dem gleichnamigen Film mit Leonardo diCaprio und Mark Ruffalo aus dem Jahr 2010 gibt es überhaupt kein Buch. Als ich „Shutter Island“ das erste Mal im Fernsehn sah war ich trotzdem sofort fasziniert. Von der Thematik, der Schauspielkunst (besonders diCaprio und dem großartigen Ben Kingsley), der Kulisse, der Atmosphäre, dem Spannungsbogen. Einfach alles hat gestimmt und dennoch hatte man zahlreiche Fragen im Kopf, die sich nicht beantworten ließen. Von meinem Freund habe ich dann zu unserem ersten Jahrestag (der jetzt auch schon länger her ist) dann den Roman zum Film bekommen und nun bin ich endlich dazu gekommen ihn zu lesen – und habe ihn wirklich verschlungen. Und dennoch habe ich immer noch Fragen.

Eckdaten

  • Titel: „Shutter Island“
  • Autor: Dennis Lehane
  • Verlag: Ullstein Buchverlag GmbH
  • Erscheinungsjahr: 2005, vorliegende Ausgabe aus 2010 (5. Auflage)
  • ISBN: 978-3-548-26194-2
  • Preis: 8,95€

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Gleich zu Beginn möchte ich klar stellen, dass ich hier nicht Film und Buch miteinander vergleichen will. Nicht liegt mir ferner als das. Denn meiner Meinung nach gibt es nur sehr wenige Filme, die an ihre Buchvorlagen wirklich ran reichen oder gar besser sind. Martin Scorsese’s (der unter anderem auch für „Gangs of New York“ oder „The Wolf of Wall Street“ verantwortlich ist – beide übrigens auch mit diCaprio) Film zu „Shutter Island“ ist ohne Frage sehr gut und gelungen, aber hier soll es um das Buch gehen, das ich jedem gerne empfehlen möchte, der sich für Thriller mit Irrenanstalts-Themen und abgebrühten Polizisten interessiert.

-> WICHTIG! DIE NÄCHSTEN ZEILEN ENTHALTEN SPOILER <-

Gemeinsam mit dem Protagonisten Edward „Teddy“ Daniels, ein US-Marshall, und seinem Partner Charles „Chuck“ Aule begeben wir uns auf die düstere Insel Shutter Island auf der sich eine Irrenanstalt für gewalttätige und straffällige Geisteskranke befindet. Wir lernen die beiden auf der Fähre kennen. Gleich zu Anfang erfahren wir einiges über Teddy und seine Beziehung zu seinem sehr früh verstorbenen Vater, der Seemann war und in den Fluten um kam. Teddy, der seekrank wird, aber standhaft bleibt ist uns weder sympathisch, noch unsympathisch. Er bleibt rätselhaft, undurchschaubar und etwas grobschlächtig. Chuck hingegen ist uns – oder mir jedenfalls – gleich ein guter Freund. Mit ihm scheint man lachen zu können, er reißt Witze, ist ziemlich ironisch und liefert sich mit Teddy einen Schlagabtausch an Filmzitaten kreuz und quer durch die Hollywoodgeschichte. Chuck, der ganz frisch zu Teddys Partner auserkoren wurde, erzählt viel über sich. Er habe eine asiatische Freundin und hätte deswegen seine Heimat verlassen müssen – in den 1950ern nicht unüblich, aber ziemliches Klischee – keine Kinder hat und genau wie Teddy im Zweiten Weltkrieg gedient hat. Die beiden sollen auf Shutter Island eine entflohene Patientin, eine gewisse Rachel Solando – suchen, die sich auf der Insel versteckt haben soll. Die beiden Marshalls sollen sie finden, aber Teddy verfolgt noch ganze andere Ziele, die erst später zur Sprache kommen.

Die Belegschaft ist genau wie die Anstalt ziemlich zwielichtig und man hat sofort ein Bild von einem alten Haus mit vergitterten Fenstern, hohen Zäunen und bröckelnden Steinfassaden im Kopf. Überhaupt wirkt die gesamte Insel wie diese typische Landschaft aus Horrorfilmen. Einfach ein Ort wo nichts Gutes passieren kann. Die Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern machen auf uns den Eindruck exemplarischer Wissenschaftler und Gehilfen, die gerne experimentieren und überhaupt glauben die einzigen normalen Menschen auf dem Planeten zu sein. Ähnlich ist es mit den Patienten, die teilweise wirklich sehr abgedroschen, aber auch recht witzig sind. Da haben wir zum Beispiel einen, der felsenfest davon überzeugt ist seine Füße seien erkältet. Aber da wir gerade bei Patienten sind. Teddy und Chuck sollen ja eine Patientin finden, die ihre Kinder umgebracht hat und jetzt in einer selbstkonstruierten Scheinwelt lebt in der die Pfleger und Ärzte Milchmänner oder Postboten sind. So eine Patienten soll aus einem kleinen Fenster verschwunden sein, vorbei an Dutzenden anderen Patienten und einigen Pfleger und sich nun irgendwo auf der Insel versteckt halten. Da kommt die erste Frage auf: Wie zum Teufel hat sie das angestellt? Teddy und Chuck kommen zu dem einzig logischen Schluss, der mir auch in dieser Situation eingefallen wäre: Rachel Solando musste einen Helfer haben, der sie aus der Anstalt gebracht hat. Der behandelnde Therapeut, der wie durch Zufall genau an dem Tag seinen Urlaub antritt an dem sie verschwindet, gerät in Verdacht. Doch sie beide bekommen keine Einsicht in die Patienten- und Personalakten. Aber ein Glück hinterlässt Rachel einen Hinweis. Und zwar einen Zettel mit der Aufschrift

DAS GESETZ DER 4

ICH BIN 47

SIE WAREN 80

+ IHR SEID 3

WIR SIND 4

ABER

WER IST 67?

Auch nach mehrmalige Lesen von Teddys Lösung steige ich nicht so ganz dahinter, muss ich ehrlich zugeben. Aber zum Ende hin klärt sich alles ein bisschen auf – obwohl wie gesagt dennoch viele Fragen bleiben. Teddy löst das Rätsel jedoch. Scheinbar hat alles einen Zusammenhang mit der Zahl 13 – wie unheilvoll – und er hat auch schon eine starke Vermutung wer 67 ist. Und zwar jene Person, weswegen er auch auf der Insel ist: Andrew Laeddis. Der Mann, der Teddys Frau umgebracht hat. Doch er findet diesen Patienten nicht. Auch nicht, als er nach einem zerstörerischem Hurrikane die Möglichkeit hat Station C der Irrenanstalt zu betreten, wo die wirklich gewalttätigen Männer und Frauen untergebracht sind. Chuck gelingt es unterdessen Laeddis Anmeldeformular zu stehlen – denn natürlich halten Polizisten zusammen und wenn einer von beiden den Mörder seiner Frau finden will zieht der andere ganz automatisch und selbstverständlich mit! – aber Teddy ist mittlerweile so durcheinander und glaubt durch die ganzen Steine, die ihnen in den Weg gelegt werden, dass die Ärzte und insbesondere der Chefarzt Dr.Cawley gegen die spielen. Er glaubt sie wollen ihn auf der Insel festhalten, weil er drauf und dran ist ihre üblen Nazi-Methoden – nämlich Experimente an Menschen in einem Leuchtturm – aufzudecken.

Doch natürlich kommt es ganz anders. Am Ende stellt sich heraus, dass Edward „Teddy“ Daniels in Wirklichkeit selbst Andrew Laeddis ist – es handelt sich hier nämlich um ein Anagramm – und Rachel Solando seine tote Frau Dolores Chanel – ebenfalls ein Anagramm. Teddy lebt seit fast zwei Jahren als Patient auf Shutter Island, hat seine Frau umgebracht, nachdem die ihre gemeinsamen drei Kinder tötete und hatte sich eine eigene penibel gestrickte Scheinwelt aufgebaut in der er mit seinem Partner Chuck – der in Wirklichkeit kein anderer ist als Dr.Sheehan, der in den Urlaub gefahrene Therapeut, der Teddy behandelt – nach Shutter Island fährt, um eine entflohene Patientin zu finden.

Der Weg zur Auflösung des ganzen Falles ist gespickt von einigen Logikfehlern. Beispielsweise leuchtet mir überhaupt nicht ein, wieso ein behandelnder Arzt einem Patienten einen US-Marshall-Ausweis gibt mit dem er durch die ganze Station läuft und Pfleger und andere Patienten befragt – was auch als Begründung erhält, wieso ihm denn niemand gesagt habe, dass das alles nur ein Spiel ist, das man für ihn und seine Therapieform aufführt. Ebenso unlogisch scheint mir die Tatsache, dass man einen gefährlichen und gewalttätigen Patienten – wie sich später herausstellt hat er einen Mitpatienten übel zusammen geschlagen und ist auch oft auf Pfleger los gegangen – frei auf der Insel herum laufen lässt. Immerhin ist er unter anderem dazu in der Lage als Ablenkungsmanöver einen Wagen anzuzünden. Auch seltsam ist, dass augenscheinlich alle Pfleger Bescheid wissen und er jeden befragen darf, egal wen. Seine Medikation verabreichen ihm die Ärzte und Pfleger via Getränke und Zigaretten, die seiner Meinung nach seltsam süßlich sind. Nur einmal bekommt er wirklich eine Tablette und zwar, als er einen Migräneanfall bekommt und Dr.Cawley angeblich eine Aspirin aushändigt.

Aber schauen wir uns doch auch mal die positiven Dinge an. „Shutter Island“ ist wirklich sehr schön geschrieben. Man liest es flüssig durch, nichts hält zu lange auf und die Spannung baut sich mit jeder Seite weiter auf. Bis zum Schluss sind wir der festen Überzeugung, dass man Teddy übel mitspielt. Erst, als das ganze Konstrukt zusammenfällt und aufgelöst wird sehen auch wir als Leser das große Ganze, begreifen Teddy’s Wahnsinn und haben irgendwie Mitleid mit dem armen Geschöpf, dass in einer Fantasiewelt lebt, die sehr gut durchdacht ist. Die Hauptcharaktere sind geschickt aufgebaut und wir haben das Gefühl, dass jeder einzelne genau dort hin gehört, auf Shutter Island. Ob es nun die Patienten, die Pfleger und Krankenschwestern oder Ärzte sind. Sie alle haben einen gerechtfertigten Platz auf dieser Insel voller Klischees und düsteren Geschichten.

Mit jeder gelesenen Seite sympathisieren wir mehr mit Teddy und halten Dr.Cawley dagegen für einen echten Mistkerl, der den US-Marshall gar nicht wirklich ernst nimmt. Selbst ganz zum Schluss, als der Doktor das Spiel für beendet erklärt halten wir zur Teddy und wehren uns innerlich für ihn gegen die angedrohte transorbitale Lobotomie, die man an ihm durchführen will, da die Therapie offensichtlich nicht gefruchtet hat und Teddy weiterhin daran festhält Edward Daniels zu sein und nach Andrew Laeddis zu suchen.

Zum Schluss des Romans bleibt jedoch die Frage offen, ob man an ihm nun die Lobotomie durchgeführt hat oder nicht. Denn er erwacht in dem Raum in dem er mit Chuck und zwei weiteren Pflegern geschlafen hatte. Er zieht sich seine Uniform an und geht nach draußen. Chuck – und zwar als Chuck und nicht als Dr.Sheehan – setzt sich zu ihm, sie rauchen und reden davon, dass sie dringend von dieser Insel runter müssten. Es scheint, als ob das Spiel wiederholt würde. Vielleicht war aber auch alles nur ein Traum. Für mich persönlich ist das Ende etwas konfus.

Trotz der Kritikpunkte landet Dennis Lehane’s „Shutter Island“ auf meiner Favoritenliste. Es hat mich einfach gepackt und nicht mehr los gelassen. Ich wollte immer mehr von Teddy erfahren, wollte tiefer in die Anstalt eintauchen, wollte wissen, was auf der Insel wirklich geschieht. Man bekommt beim Lesen das Gefühl, dass dort wirklich etwas nicht stimmt und unser Protagonist in großer Gefahr schwebt. Dazu der Schreibstil und die Atmosphäre, die die Handlung und den Spannungsbogen abschließen und für ein Gesamtwerk sorgen, das zwar ein paar logische Denkfehler aufweist, aber am Ende dennoch den Eindruck vermittelt etwas großartiges gelesen zu haben. Ich empfehle es jedenfalls weiter!

Herr Voland

Kurzer Einblick in das nächste Buch

  • Titel: „Nachtschicht“
  • Autor: Stephen King
  • Klappentext:

„In einem verdunkelten Klassenzimmer, lange nach Dienstschluss, sitzt ein nervöser Englischlehrer und erwartet die Henker seiner Frau und seines Bruders…

In einer eleganten Penthouse-Wohnung öffnet ein berufsmäßiger Killer das verdächtige Paket, das ihm eine Spielzeugfirma geschickt hat…

In einem leeren Waschsalon vollziehen ein Polizist und ein Professor den klassischen Exorzismus an einer mordgierigen Bügelmaschine…

Dies sind nur einige der überraschenden Stories in diesem Band.

Nachtschicht stellt eine sehr persönliche Auswahl vom Besten dar, das Stephen King je geschrieben hat: ein Stundenbuch des Grauens.

 

 

Ein Satz mit X

Das war wohl nix.

Wer sich vielleicht erinnern kann habe ich meinen ersten Blogeintrag diesen Jahres mit dem guten Vorsatz geschmückt jede Woche mindestens einen Beitrag zu veröffentlichen. Heute ist der 24.02.2017 und mein letzter Post ist jetzt über einen Monat her. Was sagt uns das? Diesen Vorsatz habe ich erstaunlich schnell über Bord geworfen.

Aber wieso? Dazu gibt es nur eine logische Schlussfolgerung: Faulheit. Ja, es war Faulheit. Schlichtweg erbärmliche Faulheit, die mich in ihren Bann gezogen hat und für einen Monat nicht mehr loslassen wollte.

Nun denn, ich gelobe Besserung – wie damals in der Schule – und werde mich bemühen – ha! – wieder regelmäßiger zu schreiben. Im Moment arbeite ich an meiner Hausarbeit für die Uni und komme eher weniger dazu Belletristik zu lesen, aber so das ein oder andere Werk dürfte schon rein passen. Hoffe ich jedenfalls.

Ich denke einfach, dass ich wieder mehr Motivation finden werde, sobald ich richtig in meinen Semesterferien angekommen bin und mich die Recherche für meine Arbeit nicht auffrisst.

Bis dahin!

 

Herr Voland

Ich muss euch ein Geständnis machen

Das folgende fällt nicht schwer. Ich schäme mich, weiß nicht recht wie ich es sagen beziehungsweise schreiben soll und will es wirklich besser machen. Aber es ist nicht so einfach, wie ich mir das eventuell vorstelle. Es bedeutet Überwindung und Willenskraft. Es ist ein Schritt in eine völlig fremde Welt. Okay, nicht völlig. Ich habe einige winzige Erfahrungen auf diesem Gebiet schon sammeln können. Aber die ist im Vergleich zu anderen unbedeutend klein. Fast schon winzig, wenn nicht sogar mikroskopisch.

Worum geht es eigentlich? Ach ja. Um Hörbücher. Ich kenne tatsächlich kein Hörbuch. Okay, doch. Diese lustigen Kassetten aus meiner Kindheit natürlich. Benjamin Blümchen, Tabaluga, der Regenbogenfisch. Die kenne ich. So wie eigentlich fast jedes Kind aus den 1990ern. Aber so ein richtiges Hörbuch, einen vertonten Roman habe ich mir doch wirklich noch nie angehört. Das längste Hörbuch das ich kenne ist „Nero Corleone“ von Elke Heidenreich, das ich von meiner Tante geschenkt bekommen habe. Da muss ich so ungefähr neun Jahre alt gewesen sein. Ich kann mich an die Geschichte rund um den ausgebufften Kater auch noch sehr gut erinnern und seit ich einen eigenen Vierbeiner bei mir habe stelle ich mir ganz gerne vor, dass diese Fellkugel dort draußen die tollsten Abenteuer erlebt. Django, so heißt mein Kater, ist bestimmt ein draufgängerischer Indiana Jones, löst die kniffligsten Rätsel und Katzenmorde und macht die schärfsten Miezen klar. Logisch. Und wenn er dann wieder zu Hause ist, sich füttern und streicheln lässt und wegen seiner großen Kulleraugen das ein oder andere Leckerli mehr abstaubt ist das alles als Belohnung zu verstehen. Na klar.

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Den Hörbüchern. Ich weiß tatsächlich nicht so recht wieso ich bisher noch keines gehört habe. Ich bin halt mit Büchern groß geworden, will selber lesen, will die Stimmen selbst in meinem Kopf formen. Schließlich kann man die in seiner eigenen Fantasie so herrlich verstellen. Außerdem, was mache ich denn, während ich höre? Still da sitzen, die Hände gefaltet im Schoss und an die Wand starrend? Oder kann ich dabei putzen, den Kater ärgern (was ich natürlich niemals tue), bügeln, kochen, am Auto schrauben (ich hab keins, also fällt das sowieso raus) oder irgendwohin fahren? Ich glaube ich könnte mich überhaupt nicht richtig konzentrieren. Wahrscheinlich hätte ich nach fünf Minuten schon wieder vergessen was ich da gerade gehört habe. Eventuell bilde ich mir das aber auch nur ein. Das weiß ich nicht. Dafür müsste ich das doch einfach mal ausprobieren.

Da stehen dann aber folgende Fragen im Raum: Mit welchem Hörbuch fange ich? Nehme ich ein mir gänzlich unbekanntes Werk? Oder doch lieber ein schon gelesenes? Einen Klassiker oder etwas modernes? Einen Thriller oder Krimi? Vielleicht doch Fantasie oder Horror? Im Bereich der Hörbücher gibt es mittlerweile fast so viel Auswahl, wie im Buchhandel. Das überfordert einen armen kleinen Studenten schon mal. Eine Möglichkeit wäre es ja auch einfach ins Regal zu greifen und blind etwas zu schnappen. Das muss dann gehört werden! Und dann gefällt es mir nicht, ich sage den Hörbüchern komplett ab und fange an wie so ein alter griesgrämiger Opa an allem und jedem zu meckern, der auch nur ein einziges positives Wort an dem Thema verliert.

Nein, das muss gut durchdacht sein. Es muss mich packen, ich muss vollkommen überzeugt sein. Also werde ich das Thema Hörbücher weiter im Auge behalten und ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich dieses Jahr noch zu einem Titel greife. Vielleicht kann mich ja jemand dazu animieren. Hör dir das an, nimm dieses oder jenes. Ein paar Empfehlungen aussprechen. Ich weiß, dass mein Vater „Die Arena“ von Stephen King als Hörbuch hat. Könnte eine Option sein, nicht wahr?

 

Herr Voland

Meine perfekte Lese-Atmosphäre

Wir haben sie alle, diese Orte an denen wir entspannen können und endlich zum lesen kommen. Wenn einfach alles stimmt, nichts stört, alles im reinen ist und wir uns zurücklehnen können. Das Buch in der Hand, die Leselust auf dem Höhepunkt.

Jeder hat so sein Plätzchen, wo er/sie vollkommen tiefenentspannt lesen und zur Ruhe kommen kann. Für den einen ist es ein gemütlicher Sessel, für den anderen die Terrasse oder wieder für einen anderen die Badewanne. Im Grunde kann man ja überall lesen. Aber eben nicht so richtig. Finde ich jedenfalls.

Ich kann zum Beispiel nicht überall lesen, obwohl ich gerade wirklich Lust dazu hätte. Für mich ist es unmöglich ein Buch zur Hand zu nehmen, wenn ich in der Badewanne liege. Das hat mehrere Gründe. Zum einen habe ich jedes Mal panische Angst, dass das Buch nass werden könnte, weil ich natürlich nicht daran denke, dass Wasser um mich herum ist; zum anderen liege ich grundsätzlich nur in der Wanne, wenn ich mich waschen will und mit einem Buch lässt sich schlecht der Dreck zwischen den Zehen entfernen Außerdem würde ich vergessen wie lange ich überhaupt schon im Wasser bin und irgendwann in einer Eiswanne sitzen. Das war es dann mit der Entspannung. Ich kann nicht einmal eine Zeitschrift lesen, wenn ich bade, geschweige denn auf dem Klo sitzen. Das wiederum können ja erstaunlich viele Männer. Dafür sitze ich aber gar nicht lange genug auf dem Porzellan.

Ein weiterer ungeeigneter Leseort für mich ist das Auto. Ganz anders sieht es da bei Bus und Bahn aus. Ich weiß nicht wieso, aber im Auto kann ich mich einfach nicht auf ein Buch konzentrieren. Es funktioniert nicht. Ich schaue dauernd aus dem Fenster oder beobachte den Fahrer. Im Bus oder in der Bahn wiederum lese ich sehr gerne. Ich könnte eine ganze Deutschlandrundfahrt machen ohne einmal aus dem Fenster zu schauen. Wieso weiß ich allerdings nicht.

Sehr schön ist es bei mir in der Uni in der Bibliothek zu sitzen und zu lesen. Dort hat man auch gleich Nachschub griffbereit, sollte man sein Exemplar verschlungen haben.

Meine perfekte Lese-Atmosphäre sieht folgendermaßen aus: Ich sitze auf meinem Bett, lehne mich an die Wand, habe eine Decke über meinen Beinen – auch im Sommer! – ein Getränk meiner Wahl neben mir und das Buch in der Hand. Die Tür ist geschlossen, kein anderer ist im Raum, der Fernseher ist aus. Am besten ist das Fenster noch geschlossen und das Handy meilenweit entfernt. Kurz: absolute Ruhe! Leider ist das meistens nicht möglich, weil entweder mein Freund um mich herum wuselt oder mein werter Kater nach Aufmerksamkeit verlangt. Oder schlimmer noch: es läuft eine Krimiserie. In der Werbung wird dann aber der Fernseher stumm geschaltet und das Buch zur Hand genommen!

Manchmal höre ich beim lesen aber tatsächlich auch Musik. Ich bevorzuge dann meistens klassische Werke von Liszt, Vivaldi oder Beethoven, selten Mozart oder Bach. Es kommt aber auch vor, dass ich Musik passend zum Buch wähle. Lese ich beispielsweise gerade einen Science-Fiction Roman höre ich ganz gerne Bands wie Starset oder Depeche Mode. Wenn ich einen packenden Thriller in der Hand halte kann so etwas wie Ocean Jet oder auch Rammstein ertönen. Und wenn ich mir dann einen geschichtlichen Roman oder ein historisches Sachbuch nehme höre ich neuerdings gerne Sabaton.

Tja, beim lesen ist eben jeder individuell. Aber das ist ja auch wunderbar, oder nicht?

Vielleicht findet sich im Laufe des Jahres ja sogar ein weiterer Leseort!

 

Herr Voland

2017, ein gutes Jahr?

Das neue Jahr ist nun bereits acht stolze Tage alt und sehen wir mal von den ohnehin immer währenden schlechten Nachrichten um Krieg, Gewalt und Misshandlung ab hatte ich doch einen ziemlich guten Start in 2017.

Am Freitag ging es für mich in den neuen Michael Fassbender Film „Assassin´s Creed“ und gestern habe ich die Band live gesehen, die ich letztes Jahr dank meines Freundes lieben gelernt habe: Sabaton! Ein unglaublich tolles Konzert, super Stimmung, liebe Fans und absolut geniale Musik!

Aber eigentlich soll es sich hier um meine „guten Vorsätze“ für 2017 gehen.

Im letzten Jahr bin ich leider nicht sehr häufig zum bloggen gekommen, geschweige denn wirklich zum lesen. Und das will ich in 2017 definitiv ändern! Zum einen habe ich mir vorgenommen dieses Jahr mindestens 100 Bücher zu lesen! Erstens, um meine lange Liste an ungelesenen Büchern in meinen Regalen zu verringern, und zweitens, um mein Büchergewissen zu erleichtern. Meine Güte ist da letztes Jahr viel liegen geblieben. Mein zweiter Vorsatz lautet mindestens jede Woche einen Blogpost zu schreiben – natürlich zum Thema Bücher und alles was damit zusammenhängt. Ich hoffe ich werde dieses Jahr etwas fleißiger.

Die übrigen Vorsätze kennt man ja: mehr Sport machen; mehr auf die Gesundheit und das Essverhalten achten und vor allem auch dieses Jahr nicht das Rauchen anfangen. Zumindest bei letzterem bin ich mir verdammt sicher, dass mir das gelingen wird.

Damit möchte ich euch jetzt aber auch noch nachträglich ein Frohes Neues Jahr 2017 wünschen! Mit viel Gesundheit, Glück, Liebe, Träumen und Büchern.

 

Euer

Herr Voland

Ein Gutes hat es ja…

Mein letzter Blogeintrag ist leider schon etwas länger her. In der Zwischenzeit ist viel passiert und es wurde auch etwas gelesen. Aber nur ein bisschen. 

Zu meinen letzten Büchern gehört auch Gwen Bristows „Tiefer Süden“. Hierbei handelt es sich um den ersten Teil einer Trilogie zur Zeiten des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Wir tauchen in den Süden der USA ein, lernen eine ganz andere Gesellschaft, ganz andere Lebensumstände und ganz andere Menschen kennen, als wir gewohnt sind. Oder ich jedenfalls. 

Ich habe mich abseits meines Geschichtsstudiums schon sehr oft und auch gerne mit dem Independence War beschäftigt und finde die Thematik überaus interessant, sowohl die europäische als auch die amerikanische Perspektive. Leider wird die amerikanische Geschichte so gut wie gar nicht im Schulunterricht behandelt und so muss man das fehlende Wissen eben selbst aufarbeiten. Auch gerne durch Romane, die durchaus sehr gut recherchiert und historisch korrekt sein können.

So hatte ich das Glück vor etwa zwei Monaten im „öffentlichen Bücherschrank“ in Neuss (dazu gleich mehr) oben genannten Roman zu finden und in meine Tasche zu stecken. Ein paar Wochen später wurde auch die erste Seite aufgeschlagen. Leider.

Viele können diese Buchreihe ja gerne mögen oder gar lieben. Ich jedoch gehöre nicht zu den Menschen, die auch die weiteren Bände lesen werden. Wieso ist ganz einfach erklärt: den erste Band habe ich heute auf Seite 167 abgebrochen. Es ging einfach nicht mehr. Weder die Geschichte, noch die Charaktere haben mir zugesagt. Den Schreibstil fand ich mehr als gewöhnungsbedürftig und der Handlungsverlauf war mir nicht ganz schlüssig. Wie bereits erwähnt gibt es Romane zu den Themen der amerikanischen Geschichte und dieser mag auch gut recherchiert und sogar historisch korrekt sein, aber ich fand ihn für mich persönlich weder lesens- noch empfehlenswert. Der weibliche Hauptcharakter war so schrecklich naiv jungfräulich und dumm, dass es mich teilweise wundert, dass ich das Buch nicht schon nach 50 Seiten abgebrochen habe. Für andere mag es absolut logisch erscheinen, dass sich ein sehr junges und jungfräulichen Mädchen in den ersten Mann verliebt, den sie außerhalb der Familie kennen lernt, der natürlich mit Sklaven handelt und dem jungen Ding die große Liebe schwört. Und manche finden es bestimmt auch super, dass sich eben besagtes Mädchen natürlich auch vermählt und Kinder in die Welt setzt und das sich der Bruder in eine Kreolin verliebt, die keine Kleider besitzt. Und viele sagen „wenn man in einer so schrecklich konservativen Familie mit entsprechendem Vater aufwächst, ist es doch nur selbstverständlich, dass die Kinder andere Wege gehen.“ Ja, mag alles sein. 

Aber für mich war dieses Buch definitiv nichts. Gut, eventuell bin ich einfach nicht für das Liebes- und Gesellschaftsroman-Genre geschaffen und bin mit falschen Erwartungen an die ganze Materie ran gegangen, aber schlussendlich wird es meinen Entschluss nicht ändern die anderen Bände nicht zu lesen und den ersten auch nicht noch einmal anzufangen.

Wer die Bücher lesen möchte kann das natürlich trotzdem unglaublich gerne tun. 

Was mich auch gleich zu dem Guten bringt. Wie bereits erwähnt habe ich das Buch aus einem sogenannten „öffentlichen Bücherschrank“. Was das ist ist schnell erklärt: es ist, was der Name sagt. Ein Bücherschrank in und für die Öffentlichkeit. In Neuss steht er mitten in der Innenstadt (auf der Brückstraße, am Romaneum). Es handelt sich um ein simples System. In diesem Schrank stehen Bücher, die sich jeder einfach mit nach Hause nehmen darf oder gleich vor Ort lesen kann. Wenn man fertig ist kann man sie entweder behalten oder bringt sie wieder zurück. Sollte man selbst zu Hause Bücher haben, die man nicht mehr haben will oder bei denen man sich denkt andere sollten auch in den Genuss kommen sie zu lesen, kann man die auch mit in den Schrank stellen. Dabei ist vollkommen egal um welche Art Buch es sich dabei handelt. Thriller, Krimi, Liebesroman, Sachbuch, Kochbuch, etc. Alles findet dort seinen Platz und bestimmt auch einen interessierten Leser. Solche Bücherschränke gibt es in ganz Deutschland, googlet einfach mal nach eurer Stadt oder eurem Bezirk. Einen Besuch sind sie wert! Ich habe schon sehr oft überaus tolle Bücher mitnehmen und ein paar meiner abgeben können. In Düsseldorf an der Uferpromenade lag heute beispielsweise Dan Brown’s „Sakrileg“  😉

Wie dem auch sei. Das hat mich auf die Idee gebracht neben normalen Rezensionen zu gekauften oder geliehenen Büchern eine eigene Kategorie für „öffentliche Bücherschrank“-Bücher zu eröffnen. 

Somit hatte Gwen Bristows „Tiefer Süden“ doch ein Gutes für mich. Eine Idee. Eine Idee, die ich hoffentlich auch sehr bald schon umsetzen kann.
In diesem Sinne
Herr Voland

Liebster Award #1

Nanu?
Die Nachricht, dass ich für den „Liebsten Award“ nominiert wurde kam doch recht überraschend und nun setze ich mich auch endlich mal ran!

Die liebe Stopfi hat mich nominiert und hier kommt mein Beitrag *Trommelwirbel*


(Ich mag große Logos~ Man soll ja nicht kleckern)

Die Regel
könnt ihr hier nachlesen und verstehen.

Die Fragen von Stopfi
1. Was ist dein Lieblingsessen?
-> Das ist wirklich schwer zu beantworten. Ich esse sehr gerne Pfannkuchen und Lasagne. Aber mein „Lieblingsessen“ im Moment ist wohl Balsamico-Paprika auf Nudeln mit Ziegenkäse.

2. Worin würdest du dich als begabt bezeichnen?
-> Begabt? Eigentlich in gar nichts. Vielleicht habe ich eine leichte Begabung fürs Kochen.

3. Magst Du lieber Ordnung oder darf es auch mal eine gehörige Portion Chaos sein?
-> Oh das ist wirklich eine sehr knifflige Frage. Im Grunde liebe ich es, wenn alles seinen Platz hat. Dafür sieht es bei mir aber wohl zu oft so aus als hätte eine Bombe eingeschlagen.

4. Welche Sprache ist deiner Meinung nach die schönste?
-> Deutsch und Englisch.

5. Dein Lebensziel?
-> Mein Lebensziel ist es meinen Freund zu heiraten (gay pride!!!), ein Buch zu veröffentlichen und in einem wunderschönen Haus am Waldrand zu leben. Natürlich mit gut bestückter Bibliothek.

6. Was bedeuten Bücher für Dich in drei Worten?
-> Eine unendliche Fantasiewelt.

7. Was bedeutet Glück für Dich – auch in drei Worten?
-> Mein Liebling Charles.

8. Was magst Du an speziell Deinem Blog?
-> Oh ich weiß nicht. Vielleicht, dass ich mich hier austoben kann.

9. Was möchtest Du gerne noch verbessern?
-> Ich würde gerne viel regelmäßiger zum schreiben und veröffentlichen kommen, damit sich der Blog so langsam mal füllt.

10. Mit wem würdest Du gerne einen Tag lang tauschen?
-> Mit meinem absoluten Lieblingsschauspieler Michael Fassbender. Ich würde gerne mal wissen wie es ist in seiner Haut zu stecken (aber ich glaube er müsste dann mit Nikotinentzug klar kommen).

11. Kannst Du Dir vorstellen, dass mir nach 5 Awards die Fragen ausgehen?
-> Durchaus! Vielleicht solltest du dich an eine Hilfsorganisation wenden? 😉

Meine Fragen
1. Wie findest du die Idee von „Liebster Award“?
2. Könntest du dir einen rein vegetarischen Lebensstil vorstellen?
3. Würdest du mit deinem Blog gerne berühmt werden?
4. Welches Buch liest du aktuell und wie würdest du es bisher bewerten?
5. Hast du ein absolutes „Lieblingsbuch“? Wenn ja, welches?
6. Wenn du an einen Ort deiner Wahl – egal ob real oder fiktiv – reisen könntest, wohin würde es gehen?
7. Hast du schon einmal mit dem Gedanken gespielt ein eigenes Buch zu schreiben?
8. Welche ist deine Lieblingsjahreszeit und wieso?
9. Gibt es einen Ort an dem du ganz besonders gut lesen kannst?
10. Kannst du dich an den ersten Roman erinnern, den du gelesen hast?
11. Findest du „Autor“ ist ein attraktiver Beruf?

Ich nominiere
bloglichter
Mrs. Bibliotheca
sternenbrise
buchjunkie

So, hätten wir das dann jetzt auch geschafft 😉
Hat wirklich Spaß gemacht!

Herr Voland

Ihr kennt das

In den letzten Tagen und Wochen war ich auf meinem Blog leider nicht wirklich aktiv. Auch die Leselust blieb in letzter Zeit etwas auf der Strecke. Und das bei so vielen wunderschönen Tage, die man hätte draußen verbringen können, mit einem schönen Buch und einem leckeren Getränk oder Snack. Aber irgendwie wollte mein Kopf nicht so recht. „Sommermüdigkeit“, möchte ich das ganze einfach mal nennen. Seltsamerweise habe ich die meistens im Juni und Juli. Nun denn. Man möchte nicht meckern.
Jedenfalls setze ich hier mit diesem Post mal ein kleines Lebenszeichen in den eingestaubten Blog und verspreche in nächster Zeit wieder mehr zu posten und vor allem auch mal meine Listen wieder zu aktualisieren. Denn da hat sich doch relativ viel getan.
Man darf gespannt sein und ich stürze mich nun wieder in die Bücherwelt~

Herr Voland

Sie ängstigen und faszinieren zugleich

Wann ich angefangen habe mich für Serienmörder zu interessieren weiß ich nicht mehr. Wieso ich sie interessant finde weiß ich dafür umso besser: Der Gedanke jemanden zu töten, zu ermorden also, schreckt ab. Gleichzeitig – und da bin ich ehrlich – habe ich mich schon immer gefragt, wie sich das wohl anfühlen mag. Serienmörder sind genau diese Personen die das wissen. Sie begehen das schlimmste Verbrechen, das man begehen kann – und zwar mehrfach.
Und ein kleines Geständnis noch gleich hinterher: Besonders fasziniert mich der US-amerikanische Serienmörder Jeffrey Dahmer, der genau heute, am 21.Mai, 75 Jahre alt geworden wäre.

Eckdaten
Titel: „Das Hannibal-Syndrom – Phänomen Serienmord“
Autor: Stephan Harbort
Verlag: Piper VerlagGmbH, München
Erscheinungsjahr: erstmals erschienen in 2003, vorliegende Ausgabe aus 2014
ISBN: 978-3-492-23650-8
Preis: 9,99€

Hannibal Snydrom

Jeder von uns kann wohl mindestens einen Serienmörder beim Namen nennen und fast jeder wird sicherlich das ein oder andere Gesicht im Kopf haben, wenn ich jetzt Männer wie Charles Manson, Richard Ramirez, Ted Bundy, John Wayne Gacy oder Jeffrey Dahmer erwähne. Es fällt auf, dass alle diese Männer US-Amerikaner sind. Dabei ist Serienmord kein amerikanisches Phänomen. Auch hier in Europa gibt und gab es viele Männer und Frauen, die mehrfach getötet haben. Da wären zum Beispiel Alexander Jurjewitsch Pitschuschkin und Andrei Romanowitsch Tschikatilo aus Russland, Anatolij Onoprijenko aus der Ukraine, Michel Fourniret und Joseph Vacher aus Frankreich, Harold Shipman und Robert Black aus Großbritannien, Roger Andermatt aus der Schweiz, Donato Bilancia aus Italien und viele weitere. Man sollte also nicht auf die Idee kommen zu behaupten Serienmord käme nur in den USA vor. So ist es keineswegs. Es mag einem durch Serien wie „Criminal Minds“ vielleicht so vorkommen und wenn man vom Serienmord redet werden meistens US-amerikanische Mörder genannt, aber wir sollten nicht vergessen, dass es auch hier genau solche Verbrecher gibt, die nicht davor zurück schrecken mehrere Menschen zu töten, ihnen das Leben zu nehmen und die Angehörigen ins Unheil zu stürzen.

Stephan Harbort geht in seinem Buch „Das Hannibal-Syndrom“ auf viele unterschiedliche Serienmörder in Deutschland der Nachkriegszeit ein. Wir lernen Menschen kennen, denen wir im Normalfall keine Beachtung schenken würden hätte sie nicht eines getan: in Serie gemordet. Karl Grohlmann, Thorsten Rupp, Knut Storbeck, Jürgen Knoll, Harald Schmalz. Das sind nur einige wenige Männer, die in Harborts Buch behandelt werden. Männer, die getötet haben und dabei die unterschiedlichsten Motive hatten. Bei dem einen war es einfach das Interesse an der menschlichen Anatomie, das überhand genommen hat. Bei dem anderen wiederum war es der Kick einen Menschen sterben zu sehen. Beim Dritten wiederum ging es einfach darum lästige Personen aus dem Weg zu haben. Die meisten verspürten ein „seltsames Kribbeln“ oder „einen inneren Willen“. Sie mussten töten. Mord hat viele Motive und dennoch bleibt ein Mord eben ein Mord. Man nimmt einem anderen Menschen das Leben.

Wir bekommen einen Einblick in die Denkweise der Männer und Frauen, erfahren, wie und wen sie getötet haben, erleben die Polizeiarbeit mit. Wir lernen vieles über die Herangehensweise der Gesetzeshüter im Falle eines Mordes und schließlich auch eines Serienmordes. Krimiserien verschaffen uns ein falsches Bild von Profilern und dem „psychopathischen Mörder“. Allerdings sollte uns das klar sein.
Stephan Harborts Buch arbeitet selten mit Fachbegriffen und wenn werden diese erklärt, wir fühlen uns zu keinem Zeitpunkt überfordert – jedenfalls nicht, was die Sprache betrifft.
Man sollte dieses Buch wirklich nur dann lesen, wenn man sich wirklich mit Serienmördern und ihren Geschichten auseinandersetzen möchte und es auch verkraften kann Dinge zu lesen, die wir uns nicht einmal im Traum ausmalen möchten. Zartbesaitete sollten also zu einem Liebesroman greifen.

In 15 Kapiteln lernen wir rund 20 deutsche Serienmörder kennen. Mit manchen hat Harbort auch persönlich gesprochen und Auszüge aus diesen Treffen finden sich im Buch wieder. Mit anderen herrschte Briefkontakt und andere wollten sich überhaupt nicht äußern. Dennoch erfahren wir sehr viel über die Person hinter dem Serienmörder. Die Kindheit und Jugend wird beleuchtet, der schulische und berufliche Werdegang spielt nicht selten eine Rolle. Die ersten Anzeichen einer gewissen – meist sexuellen – Abnormität werden beschrieben. Erschreckend ist, dass viele Serienmörder schon viel früher hätten gefasst werden können. Einige von ihnen wurden bereits durch andere Straftaten auffällig. Dennoch ist klar, dass man nicht in den Kopf eines Menschen hineinsehen kann.
Interessant ist obendrein auch, dass die wenigsten Serienmörder – die Zahl geht verschwindend gen 0 – überdurchschnittlich intelligent sind. Dabei denkt man doch oft, dass gerade diese Leute einen höheren IQ aufweisen müssen. Wie sonst können sie teilweise jahrelang ungestört morden und keine auf sie zurückzuverfolgenden Spuren hinterlassen? Die Lösung ist so einfach, wie auch brillant: Glück und Anonymität. In unserer heutigen Zeit achtet keine mehr wirklich auf seinen Mitmenschen. Ja, könnten wir sagen was unser Nachbar, dem wir jeden Tag im Hausflur begegnen in seiner Freizeit tut? Könnten wir sagen, wieso der Arbeitskollege so still ist und lieber für sich bleibt?
Serienmörder fallen durch ihre Unauffälligkeit auf. Sitzen sie im Gerichtssaal würde man nicht vermuten einen Mörder vor sich zu haben. Sie sehen ganz normal aus, wie du und ich. Sie haben keinen wahnsinnigen Blick. Sie wirken nicht wie Psychopathen (sieht man von ein paar Einzelfällen ab).

Stephan Harbort arbeitet mit Statistiken, Zahlen, Daten, Fakten. Der gesunde Menschenverstand versucht zu erklären wie ein Mensch auf die Idee kommen kann einen anderen Menschen zu töten. Wir lesen von Personen, die wir alle kennen könnten und die ein mehr als dunkles Geheimnis haben.
Deutschland, das Land der Dichter und Denker – und der Serienmörder.

Herr Voland

Kurzer Einblick in das nächste Buch
Titel: „100 things Red Sox fans should know & do before they die“
Autor: Nick Cafardo
Klappentext:
„Most Boston Red Sox fans have taken in a game or two at Fenway Park, have seen highlights of Bill Buckner´s Game 6 nightmare, and have heard the story of Carl Yastrzemski´s Triple Crown season. But only real fans have visited McCoy Stadium in Pawtucket, can recite all the lyrics to „Tessie“, or know which 12 Red Sox players have won American League batting titles.
100 things Red Sox fans should know & do before they die is the ultimate resource guide for true fans of the Boston Red Sox. Whether you´re a die-hard booster from the days of Ted Williams or a recent supporter of Terry Francona, Dustin Pedroia, and Kevin Youkilis, these are the 100 things all fans need to know and do in their lifetime. Longtime Boston sportswriter Nick Cafardo has collected every essential piece of Red Sox knowledge and trivia, as well as must-do activities, and ranks them all from 1 to 100, providing an entertaining and easy-to-follow checklist as you progress on your way to fan superstardom.“