Ich muss euch ein Geständnis machen

Das folgende fällt nicht schwer. Ich schäme mich, weiß nicht recht wie ich es sagen beziehungsweise schreiben soll und will es wirklich besser machen. Aber es ist nicht so einfach, wie ich mir das eventuell vorstelle. Es bedeutet Überwindung und Willenskraft. Es ist ein Schritt in eine völlig fremde Welt. Okay, nicht völlig. Ich habe einige winzige Erfahrungen auf diesem Gebiet schon sammeln können. Aber die ist im Vergleich zu anderen unbedeutend klein. Fast schon winzig, wenn nicht sogar mikroskopisch.

Worum geht es eigentlich? Ach ja. Um Hörbücher. Ich kenne tatsächlich kein Hörbuch. Okay, doch. Diese lustigen Kassetten aus meiner Kindheit natürlich. Benjamin Blümchen, Tabaluga, der Regenbogenfisch. Die kenne ich. So wie eigentlich fast jedes Kind aus den 1990ern. Aber so ein richtiges Hörbuch, einen vertonten Roman habe ich mir doch wirklich noch nie angehört. Das längste Hörbuch das ich kenne ist „Nero Corleone“ von Elke Heidenreich, das ich von meiner Tante geschenkt bekommen habe. Da muss ich so ungefähr neun Jahre alt gewesen sein. Ich kann mich an die Geschichte rund um den ausgebufften Kater auch noch sehr gut erinnern und seit ich einen eigenen Vierbeiner bei mir habe stelle ich mir ganz gerne vor, dass diese Fellkugel dort draußen die tollsten Abenteuer erlebt. Django, so heißt mein Kater, ist bestimmt ein draufgängerischer Indiana Jones, löst die kniffligsten Rätsel und Katzenmorde und macht die schärfsten Miezen klar. Logisch. Und wenn er dann wieder zu Hause ist, sich füttern und streicheln lässt und wegen seiner großen Kulleraugen das ein oder andere Leckerli mehr abstaubt ist das alles als Belohnung zu verstehen. Na klar.

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Den Hörbüchern. Ich weiß tatsächlich nicht so recht wieso ich bisher noch keines gehört habe. Ich bin halt mit Büchern groß geworden, will selber lesen, will die Stimmen selbst in meinem Kopf formen. Schließlich kann man die in seiner eigenen Fantasie so herrlich verstellen. Außerdem, was mache ich denn, während ich höre? Still da sitzen, die Hände gefaltet im Schoss und an die Wand starrend? Oder kann ich dabei putzen, den Kater ärgern (was ich natürlich niemals tue), bügeln, kochen, am Auto schrauben (ich hab keins, also fällt das sowieso raus) oder irgendwohin fahren? Ich glaube ich könnte mich überhaupt nicht richtig konzentrieren. Wahrscheinlich hätte ich nach fünf Minuten schon wieder vergessen was ich da gerade gehört habe. Eventuell bilde ich mir das aber auch nur ein. Das weiß ich nicht. Dafür müsste ich das doch einfach mal ausprobieren.

Da stehen dann aber folgende Fragen im Raum: Mit welchem Hörbuch fange ich? Nehme ich ein mir gänzlich unbekanntes Werk? Oder doch lieber ein schon gelesenes? Einen Klassiker oder etwas modernes? Einen Thriller oder Krimi? Vielleicht doch Fantasie oder Horror? Im Bereich der Hörbücher gibt es mittlerweile fast so viel Auswahl, wie im Buchhandel. Das überfordert einen armen kleinen Studenten schon mal. Eine Möglichkeit wäre es ja auch einfach ins Regal zu greifen und blind etwas zu schnappen. Das muss dann gehört werden! Und dann gefällt es mir nicht, ich sage den Hörbüchern komplett ab und fange an wie so ein alter griesgrämiger Opa an allem und jedem zu meckern, der auch nur ein einziges positives Wort an dem Thema verliert.

Nein, das muss gut durchdacht sein. Es muss mich packen, ich muss vollkommen überzeugt sein. Also werde ich das Thema Hörbücher weiter im Auge behalten und ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich dieses Jahr noch zu einem Titel greife. Vielleicht kann mich ja jemand dazu animieren. Hör dir das an, nimm dieses oder jenes. Ein paar Empfehlungen aussprechen. Ich weiß, dass mein Vater „Die Arena“ von Stephen King als Hörbuch hat. Könnte eine Option sein, nicht wahr?

 

Herr Voland

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