Meine perfekte Lese-Atmosphäre

Wir haben sie alle, diese Orte an denen wir entspannen können und endlich zum lesen kommen. Wenn einfach alles stimmt, nichts stört, alles im reinen ist und wir uns zurücklehnen können. Das Buch in der Hand, die Leselust auf dem Höhepunkt.

Jeder hat so sein Plätzchen, wo er/sie vollkommen tiefenentspannt lesen und zur Ruhe kommen kann. Für den einen ist es ein gemütlicher Sessel, für den anderen die Terrasse oder wieder für einen anderen die Badewanne. Im Grunde kann man ja überall lesen. Aber eben nicht so richtig. Finde ich jedenfalls.

Ich kann zum Beispiel nicht überall lesen, obwohl ich gerade wirklich Lust dazu hätte. Für mich ist es unmöglich ein Buch zur Hand zu nehmen, wenn ich in der Badewanne liege. Das hat mehrere Gründe. Zum einen habe ich jedes Mal panische Angst, dass das Buch nass werden könnte, weil ich natürlich nicht daran denke, dass Wasser um mich herum ist; zum anderen liege ich grundsätzlich nur in der Wanne, wenn ich mich waschen will und mit einem Buch lässt sich schlecht der Dreck zwischen den Zehen entfernen Außerdem würde ich vergessen wie lange ich überhaupt schon im Wasser bin und irgendwann in einer Eiswanne sitzen. Das war es dann mit der Entspannung. Ich kann nicht einmal eine Zeitschrift lesen, wenn ich bade, geschweige denn auf dem Klo sitzen. Das wiederum können ja erstaunlich viele Männer. Dafür sitze ich aber gar nicht lange genug auf dem Porzellan.

Ein weiterer ungeeigneter Leseort für mich ist das Auto. Ganz anders sieht es da bei Bus und Bahn aus. Ich weiß nicht wieso, aber im Auto kann ich mich einfach nicht auf ein Buch konzentrieren. Es funktioniert nicht. Ich schaue dauernd aus dem Fenster oder beobachte den Fahrer. Im Bus oder in der Bahn wiederum lese ich sehr gerne. Ich könnte eine ganze Deutschlandrundfahrt machen ohne einmal aus dem Fenster zu schauen. Wieso weiß ich allerdings nicht.

Sehr schön ist es bei mir in der Uni in der Bibliothek zu sitzen und zu lesen. Dort hat man auch gleich Nachschub griffbereit, sollte man sein Exemplar verschlungen haben.

Meine perfekte Lese-Atmosphäre sieht folgendermaßen aus: Ich sitze auf meinem Bett, lehne mich an die Wand, habe eine Decke über meinen Beinen – auch im Sommer! – ein Getränk meiner Wahl neben mir und das Buch in der Hand. Die Tür ist geschlossen, kein anderer ist im Raum, der Fernseher ist aus. Am besten ist das Fenster noch geschlossen und das Handy meilenweit entfernt. Kurz: absolute Ruhe! Leider ist das meistens nicht möglich, weil entweder mein Freund um mich herum wuselt oder mein werter Kater nach Aufmerksamkeit verlangt. Oder schlimmer noch: es läuft eine Krimiserie. In der Werbung wird dann aber der Fernseher stumm geschaltet und das Buch zur Hand genommen!

Manchmal höre ich beim lesen aber tatsächlich auch Musik. Ich bevorzuge dann meistens klassische Werke von Liszt, Vivaldi oder Beethoven, selten Mozart oder Bach. Es kommt aber auch vor, dass ich Musik passend zum Buch wähle. Lese ich beispielsweise gerade einen Science-Fiction Roman höre ich ganz gerne Bands wie Starset oder Depeche Mode. Wenn ich einen packenden Thriller in der Hand halte kann so etwas wie Ocean Jet oder auch Rammstein ertönen. Und wenn ich mir dann einen geschichtlichen Roman oder ein historisches Sachbuch nehme höre ich neuerdings gerne Sabaton.

Tja, beim lesen ist eben jeder individuell. Aber das ist ja auch wunderbar, oder nicht?

Vielleicht findet sich im Laufe des Jahres ja sogar ein weiterer Leseort!

 

Herr Voland

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