265. Geburtstag gebürtig feiern

Heute feiert er Geburtstag, Johann Wolfgang von Goethe.

Die meisten Schüler werden diesen Namen sicher mit dunklen Erinnerungen an Erörterungen, Charakterisierungen und langen Klausuren verbinden. „Iphigenie auf Tauris“ war das erste Werk das überhaupt in meinem Deutschleistungskurs gelesen wurde. Ich möchte mich aber hier nicht darüber auslassen wer den Kern verstanden oder nicht verstanden hat. Hier soll es primär um die Person Goethes gehen beziehungsweise meine Verbundenheit zu ihm.

Das erste Mal bin ich in der siebten Klasse auf Goethe aufmerksam geworden. Ich erinnere mich zwar nicht mehr an die Aufgabenstellung oder was ich eigentlich lesen sollte, aber dafür trügt sich meine Erinnerung nicht, wenn ich behaupte mich stattdessen in einen Auszug aus „Faust – Der Tragödie Erster Teil“ gestürzt zu haben. Mephistopheles stellte sich gerade dem Gelehrten Faust vor und besonders in diesem Auszug hat mich folgendes fasziniert:
„Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär’s, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.“

Zu der Zeit begann ich mich auch für die „dunklere“ Seite der Musik zu interessieren und hörte Marilyn Manson rauf und runter.
Auch heute interessiere ich mich noch sehr für den Teufelskult und besonders Mephistopheles als etwas anderer Leibhaftiger verfolgt mich weiterhin. Im zweiten Fachsemester verfasste ich auch eine Hausarbeit über diese Figur in Goethes „Faust“.

Goethe beeinflusste mich damals ebenso stark wie auch heute. Ich lese gerne seine Werke und verliere mich besonders gerne in den „Leiden des jungen Werther“ und natürlich in „Faust“. Besonders gefreut hat es mich daher, als wir in der dreizehnten Klasse nach Weimar gefahren sind. Denn dort befindet sich neben Goethes Wohnhaus mit dem Gothe-Nationalmuseum auch das Deutsche Nationaltheater mit dem Goethe-und-Schiller-Denkmal. Die Führung im Haus war äußerst interessant – jedenfalls für mich – und beeindruckend. Das Wohnhaus spiegelt in jeder Ecke die vielschichtigen Interessensgebiete Goethes wider. Im anliegenden „Souvenirshop“ habe ich mir eine Mini Büste und eine Plätzchenausstechform (ja, ohne Witz) gekauft. Irgendwann werde ich auch noch einmal hinfahren, denn beim letzten Mal bin ich leider nicht dazu gekommen Fotos zu machen.

In der weiten Welt hört man immer wieder den Namen Johann Wolfgang von Goethe, wenn man nach einer bedeutenden deutschen Persönlichkeit fragt. Und es stimmt. Goethe steht sinnbildlich für deutsches Kulturgut, für brillante Texte, für eine unglaublich schöne Sprache. Er ist ein Popstar, der über Nacht mit einem Werk voller Leid und Liebesschmerz berühmt geworden ist. Von ihm stammen Gedichte, die fast jeder in unserem Land kennt (sei da zum Beispiel nur einmal der „Erlkönig“ genannt), von ihm stammen Sprüche die sich großer Beliebtheit erfreuen („Es ist nicht genug zu wissen – man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen – man muss auch tun.“) und seine Werke und Gedichte werden auch heute noch gerne gelesen – wenn auch selten von leidgeplagten Schülern.

Ich bin froh diesem ausgesprochen tollen Mann heute zum Geburtstag gratulieren zu können. Und ich bin um seiner Existenz froh, die uns so viel geschenkt hat.
Happy Birthday

 

Herr Voland

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